20.04.2010

Investition Hotelzimmer-Einrichtung
Investition Hotelzimmer-Einrichtung
Hinschauen erwünscht
Von der Kunst, Kunst im Gästezimmer zu platzieren
Ebenso wichtig wie die Wahl der Möbel, des Bodenbelags, der Textilien und der dekorativen Accessoires ist bei der Einrichtung eines Zimmers der Wandschmuck. Bilder sollten in Format und Farbe auf das Interieur abgestimmt sein und mit diesem harmonieren - oder noch besser - in das gestalterische Gesamtkonzept des Hauses eingebunden werden.
Individualität wird im Westin Grand Berlin großgeschrieben. Das beginnt bei der Fassade, die traditionelle Elemente der Berliner Architektur aufgreift, setzt sich in der achteckig gestalteten Lobby mit dem 30 Meter hohem Glas-Atrium fort und geht bis hin zu den 400 modernen, unlängst renovierten Gästezimmern. Größtmögliche Individualität gewähren die Spa- und Themensuiten mit ihrer unterschiedlichen Einrichtung, wobei die renommierte Interior-Designerin Alexandra Champalimaud besonderes Augenmerk auf die Details legte. "Wir verstehen auch das Mobiliar und die Entscheidung für bestimmte Materialien als Kunstelemente innerhalb des Gesamtdesigns", so Andrea Bishara, PR-Manager des Westin Grand.
Für die Auswahl der zum Thema und zum Ambiente passenden Bilder in den Suiten und im "Salon Berlin" inklusive Eingangsbereich hat das Hotel einen Profi hinzugezogen, die Firma Neos Art. Der Kölner Kunstausstatter bietet ein breites Leistungsspektrum an, das von der Unterstützung bei der Motivauswahl über die Bildbearbeitung und Erstellung von Collagen bis hin zur Produktion und Montage reicht. "Die Einbindung von Kunst ist stets eine Herausforderung, da sie sich einerseits harmonisch in das Gesamtdesign einfügen muss, andererseits aber auch Gelegenheit bietet, die Identität und den besonderen Charakter des Hotels oder des jeweils ausgestatteten Projekts widerzuspiegeln. Individuelle Kunstkonzepte sind daher ein gefragter Service, der hilft, Komfort, Ästhetik und Kommunikation zu vereinen", so Tim Karußeit, Geschäftsführer von Neos Art.
So kommt in der "Berlin Suite" des Westin Grand, die einen herrlichen Ausblick auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt inklusive Dom und Brandenburger Tor bietet, Fotokunst zum Einsatz. Die hochwertig produzierten Motive zeigen Architekturdetails, die durch ihre leicht bläuliche Einfärbung und die Einbindung eines sich wiederholenden grafischen Elements optisch aufgewertet werden. Dem Namen der Suite entsprechend achtete man darauf, ausschließlich Details von Berliner Architektur zu verwenden. Die Fotodrucke mit breiten Passepartouts und soliden schwarzen Rahmen unterstreichen durch ihre hochwertige Anmutung den edlen Gesamteindruck der Inneneinrichtung. "Wenn Sie die Suite betreten, stellen Sie schnell fest, wie wunderbar die Bilder aussehen und dass sie sich harmonisch in das Design einfügen", so Andrea Bishara, die sich durch die positive Resonanz der Gäste bestätigt sieht.
Dass die Ausstattung eines Hotels mit Bildern viel Fingerspitzengefühl erfordert und fast ein kleines Kunstwerk für sich ist, zeigt auch ein anderes Projekt: Für das CityClass Hotel Europa am Dom in Köln erstellte Neos Art ein Konzept, das die Besonderheiten des Hotels und des Kölner Stadtlebens unmittelbar greifbar macht. Entstanden sind Collagen mit regionalem Bezug, basierend auf Motiven vom Kölner Dom, von anderen Sehenswürdigkeiten, dem Rhein und Kölner Events. "Die zentrale Lage macht unser Haus für Touristen besonders attraktiv. Da lag es nahe, diesen Aspekt auch in der Bildsprache unserer Kunstausstattung aufzugreifen", erklärt Geschäftsführer Bernd E. Schumacher. Er selbst hatte die Auswahl der Motive und deren Zusammenstellung in der Hand. Den Bildaufbau konnte er ebenfalls beeinflussen. Ein zeitaufwändiger Prozess, der sich gelohnt hat. "Auf den Collagen sind teilweise drei Bilder vereint. Wir hatten die Möglichkeit, einzelne Bildelemente zu wechseln. So bekamen wir schließlich ein Ergebnis, das nicht nur optimal zu unserem Haus passt, sondern auch zu der Art und Weise, wie wir uns präsentieren wollen", erklärt Schumacher. Die Leinwanddrucke, die in den Fluren, Treppenhäusern, öffentlichen Bereichen und 81 Gästezimmern hängen, sind farblich an die jeweilige Einrichtung angelehnt. So harmonieren beispielsweise in den Treppenhäusern die Bilder mit dem natürlichen Ton des Marmors. In den Zimmern wurden Anzahl und Format der Bilder an die jeweilige Raumgröße angepasst.
Auf Natur und Architektur setzt auch das Hotel Nikko Düsseldorf bei der "Bebilderung" seiner 42 neuen Gästerefugien der Executive-Kategorie, die seit Ende vergangenen Jahres das Zimmerangebot des Vier-Sterne-Superior-Hauses auf 386 erhöhen. Deren modernes Ambiente wird unterstrichen durch einen 80 x 120 Zentimeter großen Artbond. Das florale Motiv hat Neos Art eigens als Collage entworfen und der Farbgebung der Zimmer angepasst. Eine weitere Collage, ebenfalls als Artbond produziert, findet sich im Bad. Frische Grün- und Türkistöne lassen das rahmenlose Bild im Format von 40 x 80 Zentimetern mit dem hellen Marmor verschmelzen. Dabei schafft das Motiv einen regionalen Bezug, indem es Natur und für Düsseldorf typische Architektur verbindet.
Tim Karußeit: "Fotokunst liegt derzeit sehr im Trend. Verschiedene Produktionstechniken wie Artbonds, Drucke auf Leinwand oder Glasdrucke ermöglichen einen variablen Einsatz und das Erzielen unterschiedlicher Raumwirkung. Originalkunst kommt im Moment vorrangig bei Art-Hotels zum Einsatz, die ja diese Form der Bebilderung zum integralen Teil ihrer Geschäftsstrategie gemacht haben." Auch für Innenarchitekten bieten sich aufgrund der Fortschritte in der Digital-Drucktechnologie neue Gestaltungsmöglichkeiten. Individuell bedruckte Folien können auf Objekte wie Schränke und Betthäupter kaschiert werden. Fototapeten ermöglichen die kostengünstige Präsentation großformatiger Motive und Panoramen. "Für eines der Zimmer im Themenpark - Fokus Hotel - auf der Intergastra haben wir außerdem ein hinterleuchtetes Deckenbild umgesetzt, das wir gemeinsam mit dem Innenarchitekturbüro Markus-Diedenhofen entworfen haben", so Karußeit.